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Paul, 21 Jahre

Sein ist Vater früh gestorben, und Paul ist in einer Großfamilie mit diversen Halb- und Stiefgeschwistern aufgewachsen. Die Situation war wohl ziemlich schwierig, es war nicht genügend Geld vorhanden um alle zu versorgen - geschweige denn in die Schule zu schicken. So entschied auch er sich, sein Glück auf der Straße zu finden und verbrachte dort zwei Jahre lang - sich von den Müllbergen ernährend. Im Jahr 2000 kam er dann zu Kids in Need. Dort wurden ihm zunächst 2 Jahre Primary School ermöglicht, dann stand auch die Ruckführung in seine Herkunftsfamilie an.

KIN zahlte zwar weiter Schulgeld, jedoch hatte seine Familie kein Geld für Essen, so flüchtete er wieder zu Kids in Need. Dort hatte er zunächst das Glück einen privaten Sponsor zu finden, der ihm ermöglicht hatte weiter in Grundschule zu gehen. Leider war Paul nicht der beste Schüler, weshalb sein Sponsor entschied ihn runter zu nehmen um ihm einen Kfz Mechaniker Kurs anzubieten. Leider sprang dann dieser Sponsor ab. Nun hat Paul keine abgeschlossene Ausbildung und konnte nicht einmal die Grundschule abschließen.

Ja, das erschwerte die Arbeit mit Paul, auch er sieht keinen Sinn darin zurück in die Schule zu gehen. Der Mechaniker Kurs entsprach nie seinem Interesse - dies war die Entscheidung seines damaligen Sponsors - außerdem müsste er komplett von vorne beginnen, da die Werkstatt nicht mehr existiert und er kein Zeugnis o.ä. hat. Dies würde also viel Zeit und Geld in Anspruch nehmen.

Paul wollte gerne den Führerschein machen, er ist sich sicher dass er danach einen Job findet und unabhängig für sich sorgen kann. Auch hier haben wir lange überlegt wie sinnvoll dies ist und wie sicher. Die Rückmeldung von den meisten Leuten war, dass man mit einem Führerschein hier gute Chancen hat. Da der Führerschein mit ca. 160 Euro eine der günstigsten Varianten war, versuchten wir es. Jedoch blieb aufgrund der Schwierigen Situation im Heim keine Zeit nach einer Arbeit zu suchen, Paul war ebenfalls obdachlos und die Zeit drängte. Also finanziertem wir ihm zusätzlich auch einen kleinen Kiosk indem er auch wohnen konnte. Mittlerweile vermietet er diesen und arbeitet als Fahrer.

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