Allgemeine Hintergründe

Viele lokale Hilfsorganisationen die sich auf die Arbeit mit bedürftigen Kindern konzentrieren, bieten ihre Hilfe meist nur befristet. Der Gedanke dabei ist die Kinder zu rehabilitieren und wieder in die Gesellschaft einzugliedern, um sie nach einem gewissen Zeitraum in ihre Herkunftsfamilien zurück zu führen. Meine Erfahrungen haben gezeigt, dass diese Familienrückführungen häufig scheitern und die Kinder nach kurzer Zeit wiederholt den Schutz der Einrichtung suchen oder gar erneut das Leben auf der Straße wählen.

Die Kinder wachsen heran und die Organisationen scheinen überfordert mit den neuen Heraus-forderungen die Adoleszenten betreffend. Es ist schwieriger für diese Klientel genügend Unterstützung zu finden, da leider viele Spender eher kleinen Kindern ihre Unterstützung anbieten. Jedoch kommen erhebliche Mehrkosten auf die Einrichtungen hinzu, je höher die besuchte Schulklasse umso höher die Schulgebühren, von Studium und auch Ausbildung gar nicht zu sprechen. Viele der Jugendlichen müssen ihre schulische Ausbildung aufgrund fehlender finanzieller Mittel nach der Grundschule oder der Mittelschule abbrechen. Häufig sitzen sie ihre Zeit buchstäblich ab mit der leisen Hoffnung auf erneute Hilfe.

Die Jugendlichen verzweifeln, sehen keinen Ausweg aus ihrer Notlage. Dies begünstigt die Entstehung weiterer Probleme, wie Drogenkonsum, Kriminalität etc. und dies sind Gründe endgültig aus der Organisation entlassen zu werden. Die Einrichtung, das langjährige zu Hause, ihre Zieheltern ziehen sich aus der Verantwortung und die Jugendlichen werden sich selbst überlassen.

Leider werden viele Hilfsprojekte in Uganda als Geschäftsidee geründet um sich selbst seinen Lebensunterhalt zu verdienen, der Grundgedanke bedürftigen Menschen zu helfen steht leider im Hintergrund.