Gegründet wurde dieses Projekt von mir:

Monika Kirchner, 25 Jahre, staatl. anerkannte Erzieherin

Ich kam 2008/2009 das erste Mal nach Kampala, Uganda. Damals um ein 6 wöchiges Praktikum in einem Heim für Straßenkinder(damals KIDS IN NEED) zu absolvieren. Die Arbeit mit den rund 50 Jungen, die dort lebten war sehr bereichernd, die Umstände vor Ort jedoch erschreckend. In dieser kurzen Zeit habe ich die Jungs ins Herz geschlossen und mir viel es äußerst schwer sie zurück zu lassen und in meine heile Welt zurück zu kehren.

So kam ich im September 2010 nach dem Abschluss meiner Ausbildung zurück nach Uganda. Da sich die Situation in diesem Heim nur noch verschlimmert hatte, gab es für mich keine andere Möglichkeit. Ich entschied mich dazu zu bleiben und zu helfen. Ich war ein Jahr vor Ort und es entstand dieses kleine Hilfsprojekt.

Nun pendle ich zwischen den Welten und habe in Uganda einen vertrauensvollen Partner gefunden:

William Mukasa, 25 Jahre, Hotel Management

William habe ich bereits bei meinem ersten Uganda Aufenthalt kennen und schätzen gelernt. Er ist selbst bei KIDS IN NEED aufgewachsen. Sein Vater hat die Familie verlassen, die Mutter ist an Aids gestorben als William 9 Jahre alt war. Nach einiger Zeit auf den Straßen Kampalas kam er zu KIDS IN NEED und schaffte es mit deren Unterstützung bis zur Seconary 6 (vergleichbar mit 12. Klasse Gymnasium). Danach begann er eine Ausbildung im Bereich Hotel Management, die er aus finanziellen Gründen nach einem Jahr Grundausbildung beenden musste.

Für die Kinder in diesem Heim war er immer schon eine liebevolle Bezugsperson. Als ich mit meinem Projekt begann unterstützte er mich tatkräftig und erklärte sich bereit, die Verantwortung zu übernehmen wenn ich nach Deutschland zurück kehren müsse. Nun wohnt er mit den Jungs im Haus und übernimmt alle anfallenden Aufgaben, bisher sehr verantwortungsbewusst. Da er die Jungs schon lange kennt, weiß woher sie kommen und was sie durchmachen, schafft er eine gute Mischung aus Verständnis und Konsequenz. Für mich ein großer Glücksfall, da es leider in Uganda nicht sonderlich leicht ist eine vertrauensvolle Person zu finden.